Die Testphase ist abgeschlossen: Ab sofort arbeiten RIM und Microsoft noch stärker zusammen, um BlackBerry-Anwendern den Zugriff auf E-Mails und andere Inhalte aus Office 365 zu erleichtern. Die sogenannten BlackBerry Cloud Services schränkten Verbraucher allerdings teilweise stark ein.
Besonders geschäftliche Anwender greifen immer öfter zum iPhone als zum BlackBerry: So ist zum Beispiel bekannt, dass selbst im Vorstand der Deutschen Telekom das Smartphone aus Cupertino mittlerweile angekommen ist. Das liegt auch an der soliden Exchange-Unterstützung von iOS.
Neue Cloud Services
Apple hat schon vor geraumer Zeit dafür gesorgt, dass iPhone, iPad und Mac gut mit Microsofts Exchange Server zurechtkommen - und nun zieht auch RIM endlich nach: Seit Ende Januar sind die BlackBerry Cloud Services regulär erhältlich, nachdem sie bisher noch als Testversion (sogenannte "Beta") gekennzeichnet waren. Das Ziel der Cloud Services ist eigentlich ganz einfach: RIM hat in seinen Rechenzentren rund um die Welt eine neue Anwendung installiert, welche die Verbindung zu Microsoft Office 365 herstellt, in dessen Zentrum wiederum der Dienst Exchange Online steht.
Zugriff auf Exchange
BlackBerry Cloud Services sind für alle Geräte erhältlich, auf denen das BlackBerry OS in Verion 4.5 oder neuer installier ist. Außerdem benötigen Nutzer ein Enterprise-Konto bei Office 365 - und genau daran dürfte die Verbindung eines Geräts bei vielen Nutzern leider scheitern: Besonders in kleineren Firmen und bei Privatpersonen ist es nämlich üblich, die P- statt E-Serie von Microsoft Office 365 zu buchen, da sie deutlich günstiger ist. Laut dem offiziellen Handbuch von RIM ("Feature and Technical Overview") dürften derartige P-Konten aber nicht mit BlackBerry Cloud Services funktionieren.
Verbindung klappt nur mit einem Exchange Konto
Auch beim eigentlichen Zugriff auf Exchange Online selbst gibt es einige Einschränkungen: So gibt RIM an, dass jeder Anhang einer E-Mail maximal drei Megabyte groß sein darf. Sofern mehrere Dateien angehängt werden, sind insgesamt leider nur fünf Megabyte je Mitteilung erlaubt. Außerdem unterstützt BlackBerry Cloud Services nicht alle Dateitypen, sondern nur gängigsten Formate (eine genaue Liste der unterstützten Dateitypen ist im Handbuch einsehbar.) RIM schränkt mit den beiden genannten Punkten seine Kunden massiv ein, während Microsoft für seine hauseigene ActiveSync-Schnittstelle in Verbindung mit Office 365 keine deratig restriktiven Beschränkungen vorgibt.
Fazit
Alle Nutzer, die mit den BlackBerry Cloud Services ihre E-Mails aus Office 365 abrufen, sollten sich über die Einschränkungen der neuen Plattform bewusst sein. Die Exchange-Unterstützung der neuen Dienste ist nicht mit der deutlich flexibleren Unterstützung in Apples iOS vergleichbar.