Blackberry besser als iPhone
Der Chef des Mobilfunkanbieters Research in Motion (RIM), Mike Lazaridis, ist vom Konkurrenten Apple und dessen iPhone genervt.
"Marktforschern zufolge ist unser globaler Anteil an den Smartphone-Verkäufen im dritten Quartal auf rund 20 Prozent gestiegen. Unser Vorsprung gegenüber Apple hat sich sogar vergrößert. Wir sind hochprofitabel, bauen unsere Gerätepalette ständig aus und sind technologisch ganz vorn. Unterschätzen Sie uns nicht", sagte der Manager der "Financial Times Deutschland" am Freitag. Verglichen mit Apple sei das Image von RIM "nicht dröge", auch wenn das viele glauben machen wollten.
"Wir passen unsere Geräte an ihre Bedürfnisse an. Was mich überrascht, ist die Geschwindigkeit, mit der sich der Übergang vom Handy zum Multimediagerät vollzieht", sagte Lazaridis. Das Tempo der Veränderung hätten "alle unterschätzt. Auch Herr Jobs", betonte er. Jobs ist Chef von Apple und maßgeblich für die Einführung des iPhone verantwortlich, das sich auf Kosten der Rivalen innerhalb kürzester Zeit einen ordentlichen Marktanteil abknapsen konnte.
Der RIM-Chef bezeichnete gleichzeitig das Abspielen von Musik oder Videos als "Schnee von gestern". Jetzt gehe es vielmehr darum, dass sich das Handy drahtlos mit der Stereoanlage zu Hause oder im Auto verbinde, und ich "meine Musik automatisch dort höre, wo ich mich aufhalte. Das ist die Zukunft von Multimedia", erklärte Lazaridis.
Research in Motion hat seinen Hauptsitz in Kanada auf dem Gelände der Universität Waterloo, insgesamt arbeiten bereits 13.000 Menschen dort. Software, Mikrochips, Gehäusedesign, Funkeinheit und Antennen in den Blackberry-Geräten sind Eigenentwicklungen.
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