Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Ausbildung...?
Hey Leute.
Also ein wirklicher Titel ist mir gerade nicht eingefallen...
Es geht darum: Ende des Jahre werde ich mit meiner Bankausbildung fertig. Mir gefällt meine Ausbildung wirklich gut, jedoch sehe ich in diesem Bereich nicht meine Zukunft. D.h. so ein "normaler" Beraterjob ist nichts für mich.
Nun bin ich eben am überlegen zwecks erneuter Ausbildung; vielleicht sogar noch Beginn:2011! Die Bankausbild wird dann halt "verkürzt".
Aktuell schweifen meine Gedankem in Richtung Industriekaufmann; Bürokommunikation und was es nicht alles gibt... ^^.
Hat jemand von euch bereits so eine Ausbildung gemacht? Oder vielleicht der Bruder... ?!
Oder ihr habt noch andere Tipps? Gerne. Einfach schreiben.
Danke im Voraus :-)
Und ja: ich bin mir unsicher zwecks Zukunft und so; jedoch sollte dies mit 18 nicht verboten sein ;-)
mittellaender
24.03.2011, 05:53
Abi nachmachen -> Studieren gehen!
Viel Aufwand, nervige Zeit, aber am Ende wird es sich lohnen (hoffe ich zumindest :D )
Ich habs so gemacht und denke, dass es ein guter Weg war.
Realschule -> Abitur -> Ausbildung (Handwerk) -> Studium -> ... ;)
Kann man nicht so pauschal sagen.
Was bringt einem ein Studium, wenn man sich durch eines quälen muss, es an sich hasst, viel zu lernen und komplex zu denken und dann mit durchschnittlichem Abschluss, wahrscheinlich noch in BWL abschließt?
Die Unis sind überlaufen. Wer studieren will, sollte wirklich voll dahinter stehen, es aber nicht machen, weil Mami und Papi es so wollen oder irgendeine andere Person es empfiehlt.
Es gibt genug Beispiele von super Karrieren ohne Studium.
Und immer ist es angebracht, was an sich nie ein Problem ist, sich in Vorlesungen eines bestimmten Faches zu setzen und die Studenten auch mal zu fragen, was Sache ist.
Gruß
mittellaender
24.03.2011, 12:20
Richtig, mein Auslöser war die Ausbildung ;)
Da habe ich gesehen, wo ich nie enden will!
Ja, alles sehr individuell.
Das ist dein Weg.
Allein die Frage "Was soll ich machen?" sollte man vor allem sich selbst stellen, aber nicht Menschen, die man nicht kennt und die vielleicht vollkommen anders ticken.
Mit Anfang 20 ist ja noch alles drin.
Auf jeden Fall ist die Aussage "Studiere und damit hast du alles in der Tasche und dein weiterer Weg ist sicher" meiner Meinung nach nicht zutreffend.
Gruß
wienerle
24.03.2011, 14:12
@mittelländer:
Ging mir ähnlich. Nach abi, ausbildung und bund hatte ich mal in produktion gearbeitet! Hirn raus, in firma rein und arbeiten.
Da wusste ich auch es geht so net weiter.
Also nochmal schulbank und nun leite ich ne prouktion ;-)
Obwohl man als einfacher "scherge" nach 8h einfacher abschalten kann.
mittellaender
25.03.2011, 06:07
@mittelländer:
Obwohl man als einfacher "scherge" nach 8h einfacher abschalten kann.
Bzw. wieder "anschalten" kann ;)
Triple_B
25.03.2011, 16:10
Geh in die Luftfahrt, bspw. eine Ausbildung als Fluggerätemechatroniker oder Avioniker oder in den Bereich Operations als Servicekaufmann Luftfahrt. Ist sehr abwechslungsreich und mit Aufstiegschancen verknüpft, sofern du Engagement, Kompetenz und Leidenschaft entwickelts und ausbaust. Das gilt aber für beinahe alle Branchen!
Triple_B :)
Meine Meinung ist da ganz klar: wer die Möglichkeit hat zu studieren, der sollte es auch tun (sofern er mit seiner Ausbildung allein nicht schon ein Schweine-Schotter verdient)!
Mit dem Bankkaufmann hast die am höchsten angesehene Kfm-Ausbildung schon in der Tasche. Zu Industriekfm oder Bürokommunikation kann ich dir nun nicht mehr raten, denn dort wirst du schlicht vieles einfach nur wiederholen und dich genauso langweilen - bei höchstwahrscheinlich schlechterem Verdienst versteht sich.
Ein Kumpel von mir hat ebenfalls Bankkfm gemacht, ist übernommen worden (ok, bester Absolvent im gesamten IHK-Bezirk, aber trotzdem :D), verdient nun gut und macht neben dem Vollzeit-Job nun noch ein Uni-Fernstudium (Fernuni Hagen, sehr angesehene Adresse) obendrauf.
Dieser Weg ist erstmal hart, aber du bist schonmal im Job, verdienst gutes Geld, bist unabhängig, sammelst Berufserfahrung und hast die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und hast hinterher eben noch einen Studienabschluss obendrauf.
Gruß
Kommt darauf an, bei welchen Leuten der Abschluss an einer Fernuni angesehen ist ...
Nur mal so nebenbei. Ein richtiges Studium ist parallel zu einem Vollzeitjob nicht möglich. So war es und so ist es auch jetzt noch.
Gruß
Wie auch immer. Die Fernuni Hagen ist die einzige Fernhochschule in DE an der du einen richtigen Uni-Bachelor bekommst und sie hat definitiv einen guten Ruf. Einen Uni-Bachelor macht man nicht mal eben so "nebenbei" und das Studium ist eigentlich auch als Vollzeit-Studium angesetzt - es geht aber eben auch anders.
Wenn ich jedenfalls studieren kann, dann tu ich das auch - gerade in der heutigen Zeit in der es mehr Absolventen gibt dennje. Schon für eine gehobene Kfm-Ausbildung heute haben 8 von 10 Azubis Abitur, früher reichte ein Hauptschulabschluss. Die Zeiten haben sich geändert. Mann kann sich auch ohne Studium hocharbeiten, aber es ist weitaus schwieriger. Und wenn ich Industriekaufmann lerne und in einen mittelständischen Betrieb gehe muss ich mir schon ganz derbe den ***** aufreißen um mich hochzuarbeiten und selbst dann stehen die Chancen sehr gut das ich nach 25 Jahren noch immer für 3000 brutto in derselben Position arbeite, was für einen Industriekaufmann schon seeeeeeeeehr gutes Geld ist.
Beispiel aus meiner Branche (Werbekaufmann/Kfm f. Marketing-Kommunikation): unser Berufsschullehrer hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt. Einstiegsgehalt mit der Ausbildung allein: 1700-1800 brutto, Einstiegsgehalt mit Wirtschafts-Bachelor: 3000 brutto. Ich weiß schon wieso ich studiere und das ist bei den anderen Kfm-Berufen nicht gänzlich anders. Wenn du da wie gesagt 3000 brutto verdienst hast du schon einen verdammt guten Job abbekommen.
Und wie immer geht es hier natürlich um allgemeine Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten, nicht um Gesetze. Ausnahmen gibt es immer (vom Kfm-Azubi zum Geschäftsführer) aber ich finde diese gehören kaum in diese Diskussion weil ich kann mir nicht sagen das ich auf das Studium verzichte, weil es THEORETISCH von jeder Position aus Möglich ist in eine leitende zu kommen.
Gruß
Du vermittelst direkt, dass ein Studium in der heutigen Zeit die Türen öffnet.
Das ist nicht zutreffend und eine Illusion.
Schließ ein Bachelor-Studium in BWL mit einem Befriedigend, dazu noch an einer 0815-Uni oder am besten noch FH ab.
Wenn du viel Glück hast, bekommst du einen Job als Quereinsteiger in einer Baumschule, während andere seit dem 20. Lebensjahr arbeiten und genauso viel verdienen, wenn nicht mehr verdienen.
Aber Illusionen soll man ja auch nicht zerstören.
:D es war abzusehen das eine solchen Frage für Zündstoff sorgt.
@PM79
Ich würde an Deiner Stelle die den Bankkaufausbildung ganz regulär fertig machen und dann auf dem Arbeitsmarkt schauen was es interessantes gibt und direkt bewerben. Wenn das nicht läuft bzw Du "Quer" aufgrund fehlender Ausbildung nich reinkommst kannst immer noch eine Ausbildung nachschieben. Du bist jung genug.
Ansonsten ist ganz klar, je "wertiger" ein Abschluss desto besser die Chancen.
Mit Einführung des Bachelors (und eigtl hast ja gar net wegen studieren gefragt) kommt es aber zu einer Verwässerung auf dem Arbeitsmarkt.
Hier wird es auch ein Bachelor zunehmend schwerer haben sich gegen einen Berufsschüler durchzusetzen. Hier sollte man in der Tat drüber nachdenken ob es sich wirklich lohnt (Ing.-Berufe mal ausgenommen). Wenn dann schon Master!
Das ein Bachelor mit 30000 brutto startet ist sehr nunja, motiviert :)
Grüße
Hallo zusammen,
Ich möchte an dieser Stelle mal einen etwas anderen Aspekt einwerfen:
Die Leidenschaft ist meiner Meinung nach das Entscheidende.
Wenn man etwas mit Leidenschaft tut - und nicht vorrangig des Geldes oder des Status wegen - dann wird man am ehesten glücklich. Und darum geht es doch letztendlich. Um das Glück. Hört sich jetzt vielleicht poetischer oder philosophischer an als es gemeint ist, dennoch bin ich der Meinung, dass wir am Ende unseres Lebens zurückblicken und darüber entscheiden ob wir etwas sinnvolles für uns und unsere Umwelt getan haben.
Ich finde diese Aspekt weitaus entscheidender.
Und nebenbei bemerkt auch jeder Personalverantwortliche ob man diese Leidenschaft mitbringt, ob man die Energie für die bevorstehenden Aufgaben aufbringen kann, angetrieben durch den Willen..
Ich persönlich habe kein Studium an einer Uni sondern in einer Privatschule absolviert. Sehr spät, zumindest verhältnismässig. Vorher habe ich mich mit einer Ausbildung zufrieden gegeben. Einige in meinem Bekanntenkreis haben ebenfalls sehr spät (teilweise mit über 40) studiert oder eine weitere Ausbildung gemacht. Das Alter ist zwar ein entscheidener Faktor, aber trotzdem nicht ausschlaggebend - das möchte ich damit sagen.
Ausprobieren, frei machen, Reisen, Praktika, das Leben kennenlernen, sich kennenlernen..immer im Hinterkopf haben, dass man auf der Suche ist nach dem was einem liegt und was man langfristig machen möchte - und dann findet man auch den Traumberuf und eben darin seine Erfüllung.
Soll lediglich ein Gedankenanstoss sein :)
Grüße
Dan
@ delius
Wo bitteschön schreibe ich das einem ein Studium die Türen öffnet? Habe ich nie gesagt. Dragory sagt es schon sehr treffend und simpel und im Grunde meinte ich es genau so: je "wertiger" ein Abschluss desto besser die Chancen.
Du wirfst Szenarien ein, wie z.B. einen 3er-Bachelor an einer FH. Ein 3er Durchschnitt sollte natürlich nie das Ziel sein. Und überhaupt sagst du "FH" mit einem Unterton der mir vermittelt ich müsse mich dafür schämen an einer FH zu studieren, weil sie ggü. einer Uni nichts wert ist. Dabei werden in manchen Fällen FH-Absolventen sogar bevorzugt.
Ist auch immer die Frage welche Ziele man sich setzt, aber bei vielen Stellenanzeigen wird schlicht ein "abgeschossenes Studium im Bereich XY" als Voraussetzung gesehen.
Und ich bleibe dabei: wer studieren kann und noch nicht zu alt ist, der sollte es verdammt nochmal tun. Und was die Note angeht: mit einer gepflegten Bewerbung, einem guten Text, einem guten Foto und einem guten Auftreten kann man einiges rausreißen solang der Personaler nicht alles schlechter als 1.8 von vornherein aussortiert.
Wofür argumentierst du hier eigentlich delius? Für "Studium oder Ausbildung, ****** egal die Chancen sind gleich" oder wofür? Nicht wirklich, oder? Also weiß ich nicht was du hast. Es geht schlicht um Chancenerhöhung, ganz einfach.
Gruß
mittellaender
26.03.2011, 14:30
Habe ich das richtig verstanden dass man mit nem BWL-Bachelor mit rund 30000 Euro/Jahr einsteigt? So im Schnitt...!?
Tommys Prof meinte sowas aber das ist sehr unrealistisch :D
Hatte ich ja schon oben geschrieben.
Gruß
mittellaender
26.03.2011, 15:01
Unrealistisch, weil viel zu wenig?! Ist ne ernst gemeinte Frage, ich hab keine Ahnung wo der Einstiegsbereich fuer nen BWLer ist. Wobei mir da 30 K€ schon sehr spanisch vorkommen...
Achso, sorry. Das ist zuviel
Als Dipl (Bwl) fängt man so bei 25000-28000 an.
Klar kann man auch 30000 anfangen, das ist aber nicht die Regel.
Grüße
mittellaender
26.03.2011, 15:08
Wow :O
Da anonym kann ichs ja sagen :D
Mein Einstiegsgehalt liegt zwischen 45000 und 55000 Euro, Wi-Ing Bachelor, nicht Automobilindustrie ;)
45000 ist unterste Grenze (allerdings fast immer die Regel), um an 55000 Euro zu kommen braucht man schon sehr gute Argumente.
Das ist keine Wunschvorstellung, sondern Fakt!
---------- Post added at 16:08 ---------- Previous post was at 16:07 ----------
Nachtrag: daher finde ich 30000 Euro schon ehr wenig...
Ja, sag ja. Man muss die ganze Sache immer dem Arbeitsmarkt anpassen.
Es gab Zeiten das war das Gehalt für BWLer genauso. Das ist zur Zeit aber nicht so.
Ing. sind momentan sehr gut dabei. Da spielt Dipl oder Bachelor auch keine "große" Rolle. Hatte ich oben Ja auch schon geschrieben.
Natürlich steigt das Gehalt dann auch beim BWLer, aber wir sind ja beim Einstieg.
Natürlich gibt es auch Stellen oder ein Trainee mit 40000-45000 aber wie gesagt, das sind dann Ausnahmen bzw nur ein geringer Prozentsatz.
Grüße
wienerle
26.03.2011, 15:23
45T/Jahr is aber auch ne frage in welchem landstrich mann schafft ;-)
@Wienerle
Das ist natürlich auch richtig :D
Nachtrag: für den Einstieg aber auch net so bedeutend ;)
Grüße
mittellaender
26.03.2011, 15:46
Naja, "Mitteldeutschland" wirtschaftlich schwache Region, da geht nicht viel... ;)
In BaWü etc. siehts besser aus ;)
wienerle
26.03.2011, 15:53
Also wirtschaftlich schwach stimmt da so auch net!!!
eher nur der unterschied immer noch zw. ost und west.
@ Tommy
Irgendwie neigst du zu Unsachlichkeit.
Wenn du einem Gesprächspartner einen Unterton unterstellst, dann sollte dies auch zutreffen.
Meine Grundaussagen sind folgende:
1. Man sollte nur studieren, wenn man voll und ganz dahinter steht, wenn einem das Fach liegt und wenn man Ehrgeiz entwickeln kann.
Man sollte nicht studieren, weil Papi sagt: "Junge, studier BWL, dann bist du auf jeden Fall schon mal abgesichert."
Auch wenn man sich bereits immer schwer getan hat, zu lernen und zu begreifen, sollte ein Studium nicht unbedingt angestrebt werden.
Fakt ist, dass nicht jeder Mensch für den Weg eines Akademikers geboren ist. Fakt ist aber auch, dass viele Menschen dies nicht wahrhaben wollen. Dies zeigt die Situation an unseren Unis. Mit FHs kenne ich mich nicht aus, höre aber ähnliche Berichte über Studierende, die nie hätten zugelassen werden dürfen.
2. Ist es vollkommen schwachsinnig, einem Menschen, den man nicht kennt, bestimmte Wege zu empfehlen.
Wir kennen die Kompetenzen und die gesamten Hintergründe des Menschen nicht.
Und diesbezüglich sind Nininos Aussagen vollkommen zutreffend. Die oftmals vermittelten sicheren Wege führen sehr häufig ins unsichere Elend und in die Frustration. Die ungewöhnlichen Wege dagegen führen manchmal in die Erfüllung.
3. Natürlich ist ein Abschluss FH nicht so viel Wert wie ein an der Universität erhaltener Abschluss. Das ist vollkommen klar.
Ich finde es auch grenzwertig, wenn sich FH-Absolventen als "Diplom ..." betiteln, ohne das "FH" dahinter zu setzen. Im engeren Sinn ist dies sogar Urkundenfälschung.
Aber dies drückt die Geilheit auf akademische Grade aus, die in Deutschland extrem stark vertreten ist.
Damit spreche ich keinem FH-Abschluss die Qualität ab, rein akademisch ist ein solcher aber kein Universitäts-Abschluss.
So ist es eben.
4. Habe ich enormen Respekt vor Menschen, die arbeiten und deren Arbeit mit Überzeugung und Leidenschaft tun, ohne das Bling Bling "50 000" Anfangsgehalt im Hinterkopf zu haben.
Gruß
mittellaender
26.03.2011, 19:14
Also wirtschaftlich schwach stimmt da so auch net!!!
eher nur der unterschied immer noch zw. ost und west.
Westdeutschland, so gerade eben ;)
Abgesehen von zwei, vielleicht drei großen Firmen geht hier nix...
Hallo zusammen,
da ich gerade seit langem mal wieder von einem PC aus poste...fiel mir gerade auf, dass dieser Beitrag in OffBerry ist - ich verschiebe mal in OffTopic. Glaube da ist es besser aufgehoben ;)
Beste Grüße
und
...weitermachen :D
Dan
---------- Post added at 21:08 ---------- Previous post was at 21:02 ----------
Ach, und noch etwas zum Thema.
Ich hab da zwar wirklich wenig Ahnung, aber ich habe mit einigen Personalentscheidern zu tun..
und die mir bekannte einhellige Einstellung ist:
Ein FH-Abschluss wird mittlerweile mindestens gleichrangig wenn nicht sogar teilweise höher eingestuft als ein Abschluss an einer Uni. Das liegt (ich betone: nicht mein Wissen sondern die Aussagen einiger Entscheider) wohl daran, dass eine FH mehr den schulischen Charakter besitzt und der Absolvent scheinbar mehr dazu in der Lage ist sich dieser Struktur zu unterwerfen anstatt sich frei und locker sein Studium einzuteilen - und das wird in der Wirtschaft eben gerne gesehen..
Wie gesagt, ich habe es hinter mir mich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen, würde mich aber in einer solchen Situation mit unterschiedlichsten Meinungen füttern lassen um wirklich den Weitblick zu bekommen..also, also Empfehlung gemeint --> fragen, fragen, fragen...
Beste Grüße
Dan
Ja, deswegen ist auch immer die Position entscheidend.
Es wird sicher so sein, dass dies zutrifft, der Personaler also sieht, dass jemand einen FH-Abschluss sehr schnell durchgezogen hat oder ein Fernstudium neben dem Job, und dies als Strebsamkeit und Disziplin auslegt.
In anderen Fällen liegen aber eventuell zwei Bewerbungen vor, eine mit FH BWL, die andere mit Uni BWL, Wiwi etc.
Dann entscheidet der Personaler vielleicht nach der höheren akademischen Qualität.
Es ist im Endeffekt auch egal. Ein wenig Glück und Freude sollte immer vorhanden sein. Daher ist auch nur eine Ausbildung zu empfehlen, die einen nicht jeden Tag zum kotz... bringt.
Und ich bleibe auch dabei, ein Studium ist in der heutigen Zeit nur noch in sehr wenigen Fächern der Weg in die wirklich sichere und finanziell erfolgreiche Zukunft.
Gruß
Es ist im Endeffekt auch egal. Ein wenig Glück und Freude sollte immer vorhanden sein. Daher ist auch nur eine Ausbildung zu empfehlen, die einen nicht jeden Tag zu kotz... bringt.
Meiner Ansicht nach nicht nur ein wenig..
Und ich bleibe auch dabei, ein Studium ist in der heutigen Zeit nur noch in sehr wenigen Fächern der Weg in die wirklich sichere und finanziell erfolgreiche Zukunft.
Volle Zustimmung.
Grüße
Dan
whocares
27.03.2011, 14:22
Ich habe vor 13 Jahren meine Lehre angefangen und da mir der Beruf an sich sehr viel Spaß macht habe ich mich 2004 zu einer Weiterbildung (Techniker) entschlossen.
Heute habe ich eine Personalverantwortung für ca. 120 Mitarbeiter und habe ein Jahresgehalt von >60.000 € (bei gerade mal 2 Jahren Erfahrung in so einer Verantwortung).
Das ist bei weitem nicht das Ende der Karriere, aber man kann damit ganz gut leben.
Man muss nicht zwingend studiert haben um was zu erreichen. Man muss nur wissen was man will und Einsatz zeigen, Chancen erkennen und wahrnehmen.
Ich sagte nicht mein Prof hätte gesagt das Einstiegsgehalt liegt bei 30.000€ im Jahr, sondern ich sagte mein BERUFSSCHULLEHRER sagte das 3.000€ brutto im MONAT ein ÜBLICHES EINSTIEGSGEHALT für reine BWL-BACHELOR ist. Ich weiß nicht wer daraus 30.000/Jahr gemacht hat aber ich war es nicht.
Gruß
ICH habe es NICHT daraus gemacht SONDERN die Summe mal in den RAUM geworfen.
DAMIT wollte ICH sagen, dass MAN mit 36000/Jahr rechnen kann ABER nicht enttäuscht sein sollte WENN man DIV Angebote bekommt die DEUTLICH drunter liegen. So bekommt man AUCH oft die Summe von 30000 EUR (und drunter) zu hören bzw ANGEBOTEN.
NATÜRLICH sollte man sich nicht unter WERT verkaufen, das ist klar. Aber AUCH da kenne ich BEISPIELE die aus lauter Frust dubiose ANGEBOTE angenommen haben.
SOVIEL dazu :D
GrüßE
Eventuell sollte man seine Ansprüche auch mal ein wenig drosseln.
Auch der beste Uni-Absolvent mit einer erstklassigen Note kann im Job vollkommen versagen, weil er ein "Fachidiot" ist. Wieso sollte dieser sich nicht erstmal bewähren und zeigen, was er wirklich kann?
Dann sollte das Geld stimmen, nicht vorher.
Und mal ein kleiner Denkanstoß:
Ein Arzt im Praktikum (im Anschluss an das Studium) verdient etwa 1300 Euro. Danach, als angestellter Assistenzarzt etwa 3000 Euro brutto. Und das bleibt auch einige Jahre so.
Ein Jurist verdient, wenn er gut ist, zu Beginn selten mehr, wenn er nicht in einer Top-Kanzlei angestellt wird oder direkt als Abmahnanwalt einsteigt.
Ist er durchschnittlich, verdient er deutlich weniger.
Und dann träumen Bachelor-BWLer schon am Ende ihres Studiums vom Turbo 911 mit 30.
Alles klar.
@ Dragory
Mit 25-28k meinst du denke ich Trainee-Programme, oder? Die meinte mein Berufsschullehrer mit 36k sicher nicht. Wie realistisch es ist, nach einem Studium als BWLer direkt richtig einzusteigen und um ein Trainee-Programm herumzukommen, lassen wir mal dahingestellt.
@ delius
Ich habe nie behauptet ein Studium jedweder Art wäre eine Freikarte für eine gesicherte Zukunft. Da der Thread-Ersteller allerdings aus der Kfm.-/Wirtschaftsecke kommt, und sich nun nach dem Bankkaufmann ein Studium oder Industriekaufmann überlegt, habe ich mal die Erfahrung mit eingebracht die ich gemacht habe. Und die lautet: die Hierarchien sind in vielen mittelständischen Unternehmen recht flach. Wenn du dort einen Kfm-Beruf wie zB Industriekaufmann lernst und übernommen wirst, landest du im Ein- oder Verkauf oder sonstwo. Du machst dort dann tagtäglich deinen Job, Aufstiegschancen ergeben sich quasi nur wenn dein Vorgesetzter wegstirbt oder in Rente geht. Und selbst dann wird oftmals eine Bewerbung ausgeschrieben, von der du wegen fehlendem Studium schnell ausgeschlossen bist. Wenn dich dieser Job zufrieden macht, okay. Wenn du dich aber zu höherem berufen fühlst als Lieferscheine auszustellen oder Ware zu komissionieren, dann ist ein Studienabschluss nicht schlecht. Es offeriert ganz einfach mehr Chancen.
Und ich studiere übrigens nicht BWL weil ich mir die Finger nach einem 911er lecke, sondern weil die Stellenangebote die ich mir nach der Ausbildung durchgelesen habe, die zu 98% ein abgeschlossenes Studium oder 5 Jahre Berufserfahrung gefordert haben, mir die Augen geöffnet haben.
Der Arbeitsmarkt bietet jede Menge interessante Jobs, ohne Studium kann man in gewissen Branchen aber nur um einen sehr kleinen Teil des Kuchens streiten.
Ist ja schön das du wie ein Rottweiler auf böse Stereotypen unter den Studenten anspringst, die sich im ersten Semester schon den Porsche-Schlüsselanhänger zulegen und ihre Zukunft als gesichert sehen. Den Medizin-Studenten, der mit Immatrikulation einem Golf-Club beitritt. Dem FH-Bachelor, der sich mit Uni-Absolventen auf eine Stufe stellen will aber nur ein besseres Abi hat. Sorry aber von alledem habe ich nie gesprochen ;) Man merkt immer wieder das es jede Menge Themen in dir gibt über die du dir gern das Maul zerreißt (nein du hast kein Maul, dies ist nur eine Redewendung) und da nimmst du eine Studiumsempfehlung zur Chancenverbesserung als Steilvorlage. Wenn man aber mal genauer hinsieht, schließen sich unser beider Meinungen nichtmal gegenseitig aus. Aber ständig muss man sich hier den Mund fusslig reden, weil das Gegenüber aus ein Paar Stichworten eine bestimmte Meinung herauslesen zu können glaubt und ehe man sich Versieht werden Worte und Standpunkte verdreht und überflüssig diskutiert.
Gruß
@Tommy,
Nein leider nicht. Hatte jetzt bereits zwei Angebote die genau in diesem Rahmen lagen.
Einige Firmen machen sich die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes und den daraus resultierenden Frust der Absolventen zu nutzen. So finden sich dann auch welche die so einsteigen.
Trainees sind in aller Regel höher angesiedelt. 35-45tsd (siehe Bankbranche). Aber da kommt man nur schwer rein.
Also ich habe meine Grenze, unter diese nehme ich den Job net an :D
Vom Prinzip hat Dein Lehrer recht, nur sieht die Realität auch mal anders aus.
Ich kann nur jeden raten den Kopf nicht in den Sand zu stecken und am Ball zu bleiben.
Von der Uni runter und rein in den Job ist eine Illusion (zumindestens für BWLer).
Und Du scheinst ins Marketing zu wollen - hier was ohne Berufserfahrung zu bekommen ist so gut wie unmöglich ;)
Aber gehen tut alles :beer:
Grüße
Und Du scheinst ins Marketing zu wollen - hier was ohne Berufserfahrung zu bekommen ist so gut wie unmöglich
Genauso ist es :) und eben deshalb bin ich der allerletzte hier der sich die Hände reibt nur weil er studiert. Ganz im Gegenteil: wenn ich an meinen Berufseinstieg denke, kriege ich eher Kopfschmerzen :D
Habe mich aber mal bei Xing angemeldet. Und schon eine Woche später rief mich ne Unternehmensberatung aus Frankfurt an, die auf der Suche nach Trainees ist. Leider schien es meinem Profil an Feinschliff zu fehlen, die dachte ich bin schon fertig mit dem Studium :D aber Networking dieser Art ist denke ich sehr wichtig.
Ich hoffe jedenfalls das mir meine Ausbildung in dieser Richtung bei der Bewerbung um einen Trainee-Job bei einer Agentur noch ein wenig zu Hilfe kommt. Mal schauen...
Gruß
Klar, solch eine Plattform hat schon Sinn. Aber auch hier schleichen sich Firmen ein die sich Unternehmensberatung oder Financial Consulting nennen und Absolventen abfischen. Hier muss man aufpassen. Trainee ist hier eine Umschulung zum Handelsvertreter.
Ende vom Lied, du bietest Dienstleitungen in Form von Versicherungen und Krediten auf eigener Rechung an :D MLP ist da stark vertreten.
Gruß
Klar eine gewisse Portion Misstrauen sollte man immer haben. Kenne das AWD-/MLP-Modell recht gut und würde auch nicht darauf reinfallen, aber danke für die Warnung :)
Wobei man natürlich sagen muss: wenn man es kann und abgewi***t genug ist kann man bei MLP oder dem AWD viel Geld verdienen. Aber eine solide fachgerechte Sache für einen Absolventen ist es sicher nicht.
Gute Jobs liegen nunmal nicht auf der Straße.
Was aber die Absolventenausbeutung angeht - das ist eine traurige aber eben auch logische Sache. Gerade Architekten leiden momentan stark darunter. Ein eigenes Büro zu eröffnen ist mit horrenden Kosten verbunden und dann gilt es sich erstmal einen Namen zu machen - solange muss man honorarfrei wochenlange Arbeit in Ausschreibungen investieren. Wer sich das also nicht leisten kann, bewirbt sich bei einem größerem Büro. Dort wartet dann u.U. eine 60-Std-Woche in einem Großraumbüro mit zig Gleichgesinnten zu 2500€ brutto im Monat. Die reinste Ausbeuterei.
Gruß
Absolut richtig. Wollte diese Modell auch nicht schlecht reden. Wer in diesem Job (Vertriebler- MLP etc) gut ist verdient sich dumm und dämlich.
Nur geht man bei solchen Angeboten meisten von falschen Tatsachen aus.
Und da sind wir aber auch wieder beim Thema, MLP nimmt nicht nur Hochschulabsolventen. Also alles is möglich :D
Dan hat es ja schon gesagt. Wer motiviert und und voller Power ist aber auch Geduld mitbringt kann und wird es zu was bringen.
Man muss sich im klaren sein was man will und wo bei einem selbst die Stärken liegen.
Gruß
@ Tommy
Das ist eben die Eigenschaft von Foren-Diskussionen. Man nimmt viele Aussagen falsch auf.
So habe ich deine eventuell falsch interpretiert und du eventuell meine.
Ich wollte prinzipiell sagen, dass es schon lange nicht mehr so ist, dass ein Studium DER Weg in eine sichere Zukunft ist.
Dann stellt sich natürlich die Frage, was jeder Einzelne als "sicher" und "Glück" bzw "Erfüllung" definiert.
Ich kenne einige Leute, die nach ihrem Studium, notgedrungen, etwas ganz anderes machen.
Ich stimme dir zu, dass ein Studium prinzipiell gut ist, aber nicht für jeden Menschen.
Wahrscheinlich ist ein Studium in vielen Fächern heutzutage sogar unsicherer als der Weg einer Ausbildung und mit Anfang 20 bereits arbeiten.
Nicht in allen Fällen, aber in einigen.
Ein Studium fordert einen nicht nur im Rahmen des Studiums mehr, sondern auch danach im Rahmen der Jobsuche und im Rahmen des Findens eines angemessenen Jobs.
Das muss man dann auch psychisch aushalten.
Und daher halte ich die Pauschalaussage "Studier doch einfach mal, dann wird das schon" immer noch für falsch.
In den 80ern war dies gegeben, heute nicht mehr.
Gruß
influencia
06.04.2011, 23:56
Viele der genannten brutto/netto gehaelter und pauschalisierungen in diesem thread sind schlichtweg falsch!
Was hier als "illusion" oder "fakt" betitelt wird ist meist weder das eine, noch das andere.
Als hinweis für den threadstarter:
Mach, worauf du lust hast und was dir spass macht. Natuerlich sollte man die zukuenftigen gehaltsstufen mit einkalkulieren.
Aber eben nur als kleinen teil der gesamten entscheidungsfindung. Und nochmal: verlass dich nicht auf die hier genannten zahlen oder angeblichen fakten.
Beste Grüße
Ich habe Berufskollegen in meiner Kanzlei, diese haben auch eine Banklehre hinter sich und anschließend ein Studium erfolgreich absolviert. Ich muss zugeben, mein Studium war die reinste Qual, ABER es hat sich gelohnt. Letzten Sommer gab es endlich mein heiß erwartetes Diplom (JA ich habe noch ein Auslaufmodell abbekommen... ). Nun bin ich in einer Wirtschaftsprüfungskanzlei und muss sagen, das ist mein Traumjob. Zu den Einstiegsgehältern sage ich jetzt mal nichts, außer das diese sehr sehr positiv ausgedrückt wurden.
VG, Chris
Ich möchte nun mal doch eine Zahl einwerfen. Bezieht sich nur auf den klassischen Maschinenbau-Ingenieur. Aber für einen Vergleich lohnt es sich. Ein Konstrukteur bei einem großen deutschen Automobilkonzern bekommt ca. 2500€ netto, 28 Jahre alt, Trainee-Programm absolviert mit Auslandsaufenthalt, nicht verheiratet, ca. 5 Jahre Berufserfahrung. Anmerkung: in dieser Gehaltsstufe wird er für eine längere Zeit bleiben, bis es weitergeht.
Wenn ich als lese und höre, was die ganzen Wirtschafts-gedöhns-Absolventen verdienen wollen, verdrehe ich nur die Augen. Kenne auch einen Wirtschafts-Ingenieur, der nun nach Jahren "endlich" mal 2800€ netto verdient, arbeitet aber nun auch schon fast 7 Jahre in dem Beruf und ist Assistent der Geschäftsleitung.
Diese Beispiele sind alles Einzelfälle, Ausnahmen gibt es sicherlich.
wienerle
07.04.2011, 07:41
2500 netto is ja nun mal auch echt kein grund zum jammern ;-)
Denke ich auch, dass man damit gut leben kann. :) Mir widerstrebt das alles nur, dass vieles nur auf das Gehalt runter gerechnet wird. :) Eine Unsitte sondersgleichen.
Wie du kannst nur mit den Augen rollen? Jeder hier hat eigentlich gesagt das man als "Wirtschafts-gedöns-Absolvent" eher mit "schlechtem" Gehalt einsteigt, keiner hier hat unrealistisch hohe Erwartungen geäußert. 2500 netto sind in meinen Augen jede Menge Patte - da muss man erstmal hinkommen und ich wäre damit schon sehr zufrieden. Schon mit 1800-2000 netto kann man sehr gut leben.
Wirtschaftsprüfer hat uns einer unserer Professoren ebenfalls nahegelegt (ist selbst einer) - da verdient man sich dumm und dämlichj wie er sagt :)
Gruß
Ja, da wird Chris aber, denke ich, auch nicht mal so locker eingestiegen sein.
Ich denke mal, dass für diesen Fall eine Top-Note, eine angesehene Uni, ein Diplom (Master), viel Erfahrung, ein herausstechender Lebenslauf, ein perfektes Vorstellungsgespräch / Assessment Center und auch viel Glück dazu gehören.
Vitamin B ist auch nicht unterschätzen.
Aber eben nicht nur ein Uni-Abschluss im entsprechenden Fach.
Gruß
Mittellaender hat was von einem Einstiegsgehalt zwischen 45.000 und 55.000 € geschrieben. Als Wirtschaftsing Bachelor. Und das sind Summen, die absolut nicht die Regel sind. Damit wird meines Erachtens zuviel Erwartung erweckt. Hinzu kommt, dass ich das auch aus meinem Bekanntenkreis gehört habe, dass er "wenn er fertig studiert hat, 45.000€ brutto verdient". Auf das war der Augenroller bezogen. ;)
Es ist ja wie sooft so, weißt du wie du dich am Besten verkaufen kannst bei einer Bewerbung, dann bekommst auch mehr Gehalt. Ich habe hier im Büro einen Techniker sitzen, der mit klugen Weiterbildungsmaßnahmen seinen "Marktwert" erheblich gesteigert hat und viel von uns Ingenieure alt aussehen lässt. :) sowohl vom Gehalt als auch von seinem Wissen.
mittellaender
14.04.2011, 06:09
Ich habe nur das wiedergegeben was mir bestätigt wurde.
Ich sage ja nicht, dass die Zahlen nicht stimmen. Ich sehe die Zahlen, als die Ausnahme an. Finde man sollte mit gewissen Zahlen vorsichtig sein, weil teilweise doch einige Aspekte zusammenkommen. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. :)
Dazu kommt noch, dass gerade die Menschen, die in Ihrem Job gut verdienen, auch gerne darüber sprechen.
Diejenigen aber, die nicht so prall verdienen, obwohl sie doch einen so tollen Abschluss haben, eher den Mund halten.
Es kommt darüber hinaus auch auf die Ehrlichkeit der Dozenten und Profs an.
Mir ist es einfach nicht einleuchtend, wenn ein Prof sagt: "Leute, mit diesem Abschluss bekommt ihr auf jeden Fall "***" Einstiegsgehalt."
Das kommt wahrscheinlich auch nur in wirtschaftsorientierten Fächern vor, die von Natur aus Geld-orientiert sind.
Das hat aber nichts mit der Moral und der historischen Wertigkeit eines Hochschulstudiums zu tun.
Ich finde es angenehmer, wenn ein Prof. sagt und das kenne ich auch so aus eigener Erfahrung: "Leute, ich bin für die Lehre da und ich vermittele euch das, was ich vermitteln kann. Was ihr mit eurem Abschluss macht, ist mir egal, seid euch aber nicht zu sicher."
Sprich: bei einem Studium sollte es nicht nur um Geld gehen. Das scheint für einige Studenten ein Gedanke zu sein, der überhaupt nicht fassbar ist.
Gruß
Auch wenn dieser Thread schon etwas länger her ist, so möchte ich mich doch auch mal für diesen Austauschen bedanken.
Viele Leute hier haben sicherlich einige Arbeitsjahre- und somit Erfahrung auf dem Buckel; es wird aber auch Studenten darunter geben.
-> somit bringt jeder seine eigene Meinung ein und das finde ich super.
Ich habe mir gerade nochmal alle Kommentare durchgelesen. Aktuell befinde ich mich noch in der Bankausbildung, jedoch habe ich mich in den letzten Wochen und Monaten stark auf die Bewerbungen zwecks einer neuen Ausbildung, z.B. Industriekaufmann, konzentriert.
Doch wenn man das ganze hier so liest, dann komme ich schon sehr ins grübeln, ob ich nicht einfach diese Ausbildung beenden sollte und wie manche meinten: einfach schauen was der Arbeitsmarkt hergibt und dann auf einen neuen, festen Job bewerben...
Und zum Thema Studium: natürlich steigen damit die Chancen, meist zumindest, jedoch ist es z.B. für mich nichts, da ich nie so ein Freund der Schule war. Mir macht das Arbeiten da viel, viel, viel mehr spaß und dies fällt mir deutlich leichter.
Ich freue mich über weitere Meinung :)
Naja eigentlich hast du ja alles gesagt :)
Wenn du absolut kein Freund der Schulbank bist, hat das Studium wohl keinen Sinn.
Ich für meinen Teil kann jedem diese Erfahrung nur empfehlen :) Neben einer höheren Qualifikation die man dort bekommt ist sie auch die letzte Gelegenheit, dass Leben eines Schülers mit all seinen Vorzügen bzw noch größeren Vorzügen noch einmal auszukosten, bis man die nächsten 45 Jahre 30 Tage Urlaub im Jahr platzieren muss :) Man erlebt während des Studiums eben viel, hat viele Freiräume und Spaß mit Kommilitonen und Freunden und dazu eben ein interessantes Studium. Man ist praktisch sein eigener Chef und mit 1 oder 2 Jobs nebenbei kann man auch ganz gut leben. Einschränkung ist eben nur das man noch nicht "voll verdient" und sich somit eben weniger leisten kann.
Aber betrachten wir nun deine beiden Entscheidungsalternativen.
A Ab in den Job
B eine weitere Kfm-Ausbildung wie Industriekaufmann
Und da empfehle ich persönlich dir ganz klar A. Denn mir fällt kein Grund ein warum dir Industriekaufmann mehr Spaß machen sollte als der Bankkaufmann. Hinzu kommen 2 oder 3 weitere Lehrjahre in denen man nicht viel verdient aber voll arbeitet. Und dann kommt hinzu das du deine Qualifikation eher "nur" verbreitert aber nicht wirklich erhöht hast. Zumal sich die Inhalte der Ausbildung zu einem gewissen Anteil sogar einfach nur wiederholen werden.
Was du andernfalls machen könntest, ist ein Dual-Studium. Da hast du Vollzeit-Arbeit, kriegst noch eine Kfm-Ausbildung dazu und obendrauf noch ein Studienabschluss. Allerdings beinhaltet auch das nochmal die Schulbank...
Gruß
Mir hat ein Bekannter - seines Zeichens Banker und darüber hinaus einer mit Gewissen - erzählt, dass man nach der Ausbildung als Bankkaufmann ohnehin ein Studium, in den meisten Fällen ein Fernstudium etc, anhängen müsste, um bestimmte Bereiche in der Banker-Hierarchie zu erreichen.
Oder eben ein richtiges Studium an einer Universität.
Das hat ein alter Abi-Kollege von mir getan. Lehre Bankkaufmann, Studium Wirtschaftsinformatik, Einstieg in den Job als Unternehmensberater ("Consultant") mit einem Einstiegs-Jahresgehalt, das sich gewaschen hat.
Ansonsten "endet" man schnell als Schalter-Beauftragter und ist für Kinder verantwortlich, die ihr erstes Sparkonto eröffnen oder als Berater von alten Leuten, die mit den Bankautomaten nicht so recht klarkommen.
Schöne Sache, aber ob es nach 20 Jahren noch so fetzt?
Meine Meinung ist: Mit einer hochwertigen und gut abgeschlossenen Ausbildung als Bankkaufmann hat man nichts zu verlieren. Auch wenn das Studium abgebrochen werden sollte, stehen die Türen der Banken wieder für einen offen, wenn auch die Türen des Erdgeschosses.
Gruß
Was empfehlt ihr denn in Sachen Fernstudium? Also wo sollte man sich anmelden und es absolvieren. Habe mich bereits etwas mit dem Thema, jedoch gibt es da ja sehr viele "Angebote".
Fern-Uni Hagen, Sehr guter Ruf.
Gruß
Ein Studium an einer Fern-Hochschule stelle ich mir persönlich recht schwierig vor. Meine Wahl wäre es nicht, dann lieber nocheinmal richtig "beißen" und ein Vollzeitstudium absolvieren. Gibt es eigentlich noch das Diplom bei einem Fernstudium, oder wurden alle Studiengänge auf das neue Modell umgestellt? In den Unternehmen sitzen an den wichtigsten Personalentscheidungspositionen meistens nette Herren im besten Alter. Aus der Praxis kann ich bestätigen, dass allein das Wort "Bachelor" noch nicht so wirklich angekommen ist. Ich persönlich stelle mir die Kombination aus Fernstudium und dem daraus resultierenden Abschluss auf Ebene eines "Bachelor" im Zusammenhang mit dem Berufseinstieg im Nachgang, recht schwierig vor. Ich betone jedoch, dass ist meine persönliche Meinung. Sollte man vorhaben den Master im Anschluss zu absolvieren, muss man sich dessen bewusst sein, dass die Abschlussnote des Bachelorabschlusses einen bestimmten Durchschnitt aufweisen sollte, um evtl. einen gewünschten Masterstudiengang überhaupt antreten zu dürfen.
Ein weiteres Manko welches ich in einem Fernstudium sehe ist die Studienzeit. Es gibt ja diverse Zeitmodelle, Teilzeit wie auch Vollzeit. Vollzeit widerspricht doch eigentlich dem Grundgedanken eines Fernstudiums (neben einem Beruf unmöglich zu bewältigen). Teilzeit verdoppelt die Studienzeit ggü. einer regulären Studienzeit. Da stellt sich mir die Frage, wenn jemand ein Teilzeitfernstudium absolviert, welches ca. 4,5 Jahre dauert (Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen) und dann einen Bachelor vorweisen kann denn er direkt im Nachgang mit einem Master aufwerten möchte - Wie lange dauert wohl so ein Studium mindestens? Ganz klare Antwort - viel zu lange - und es ist mit Sicherheit auch kein Spaziergang sich in solch einem Zeitrahmen permanent selbst zu motivieren (ohne das reguläre Studentenleben welches ein "normales" Studium bietet).
Am ergebniswirksamsten wäre wohl immer noch das Vorziehen eines regulären Studiums an einer Uni. Tief einatmen, alle Scheine schnell bestehen und schon ist man ruckzuck durch.
Ich stelle fest, mit Diplom war alles einfacher. Zumindest fragt mich niemand "Warum haben sie denn keinen Master gemacht?", da lass ich mir doch gern die Frage gefallen "Möchten sie irgendwann ihren WP machen?" ;-)
Chris
Ich hab mal wieder eine Frage ;)
Ich habe heute eine Einladung zu einem Telefoninterview erhalten - wohl so eine Vorauswahl...
Leider hatte ich noch nie in Sachen Bewerbung ein Telefoninterview. Hat von Euch bereits jemand Erfahrungen gemacht? Ich habe mich bei einer Bank beworben » Job nach der Ausbildung...
Freue mich auf Hilfe :)
Ich hab mal wieder eine Frage ;)
Ich habe heute eine Einladung zu einem Telefoninterview erhalten - wohl so eine Vorauswahl...
Leider hatte ich noch nie in Sachen Bewerbung ein Telefoninterview. Hat von Euch bereits jemand Erfahrungen gemacht? Ich habe mich bei einer Bank beworben » Job nach der Ausbildung...
Freue mich auf Hilfe :)
Hallo PM79
schau mal auf youtube, da kannst Dich etwas informieren, wie so etwas i.d.R. abläuft.
Meist sitzt ein Psychologe am anderen Ende der Strippe bzw. wertet die Antworten aus.
Im Endeffekt kann man sich also kaum vorbereiten, weil jeder Mensch in Stresssituationen anders reagiert.
Oft hat man auch keine zeitliche Vorgabe, sondern man muss die Frage(n) so beantworten, wie es einem sinnvoll erscheint.
Schwafeln ohne Inhalt ist wahrscheinlich genauso ungünstig wie Antworten, die aus zwei Sätzen bestehen, die wiederum aus 8 Wörtern bestehen.
Mir hat mal ein Bekannter erzählt, der in einem HR-Team eines großen Unternehmens arbeitet und Auswahlverfahren koordiniert, dass man sich prinzipiell auf keinen Auswahltest vorbereiten kann.
Klar kann man sich Logik-Bücher, Bücher über Auswahlverfahren und Assessment Center durchlesen, aber am Ende des Verfahrens steht meist eine psychologische Beurteilung. Und da rasseln oft Menschen durch, die sich 1000 Logik-Aufgaben reingezogen haben und 0 Fehler ausfweisen.
Ähnlich soll es bei Telefoninterviews sein. Bestimmte Dinge, die man als irrelevant betrachtet, werden zu Ausschlusskriterien, bestimmte Dinge, die man als total wichtig erachtet, sind irrelevant.
Viel Erfolg!
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